Interview mit Lothar Jung

Im Gespräch mit Lothar Jung

rigatio: Lothar, von dir sind als Autor bei rigatio schon der Kurs Markus besser verstehen und als Herausgeber der Bestseller Read it! erschienen.

Erzähl uns doch mal, wer zu deiner Familie gehört und wo ihr wohnt.

L.J.: Ich bin verheiratet mit Dietlinde. Seit 40 Jahren. Wir haben vier erwachsene Kinder. Und drei ganz süße Enkel. Wir wohnen in Manderbach – einem Stadtteil von Dillenburg.

rigatio: Du verdienst dein Geld nicht mit Bücherschreiben. Was machst du beruflich?

L.J.: Seit über 30 Jahren darf ich meine Zeit einsetzen, um gemeinsam mit interessierten Menschen die Nase in die Bibel zu stecken. Viele Jahre lag mein Schwerpunkt in der Jugendarbeit. Mittlerweile verwende ich die Hälfte meiner Zeit, um im Rahmen der Initiative gesunde-gemeinden.de Impulse für wachsende Gemeindearbeit zu geben. Die andere Hälfte arbeite ich in der Geschäftsführung der Stiftung der Brüdergemeinden in Deutschland.

rigatio: Wie bist du Christ geworden, und wer hat deinen Glauben besonders geprägt?

L.J.: Durch Elternhaus, Sonntagschule, eine lebendige Jugendarbeit, Freizeiten und durchs Bibellesen hab ich Jesus lieben gelernt. Besonders geprägt worden ist mein Glaube durch meinen damaligen Jugendleiter Volker Braas, durch einen unserer damaligen Ältesten Dieter Braas, durch viele missionarische Einsätze und Missionsfreizeiten und durch Fred Colvin (amerikanischer Missionar in Österreich), von dem ich induktives Bibelstudium lernen durfte.

rigatio: Was hat dich zum Schreiben gebracht, und warum schreibst du Kurse?

L.J.: Meine Absicht war es nicht, Bücher zu publizieren. Ich hab Material erstellt für junge Leute aus unserer Gemeinde. So entstand der Markus-Kurs für Jugend-Hauskreise. Read it ist als Bibelleseansporn für eine neu begonnene Teenyarbeit entstanden. Und dann hat es sich weiterentwickelt. Ich hab das Material auf Freizeiten eingesetzt. Es hat Kreise gezogen. Gott war und ist am Werk. Ihm sei die Ehre.

rigatio: Du bist Ältester einer Gemeinde. In welchen Bereichen setzt ihr Kurse ein?

L.J.: Als Ältester liegt mir Jüngerschaft und geistliches Training am Herzen. Eine meiner großen Leidenschaften ist es, induktives Bibelstudium zu erklären und am Beispiel von zusammenhängenden Bibeltexten zu üben. Immer wieder hab ich das mit jüngeren Leuten gemacht oder auch mit solchen, die neu in unsere Gemeinde gekommen sind. Aktuell investieren wir als Älteste mit langem Atem in die Förderung von potentiellen Nachwuchsleitern. U. a. studieren wir gemeinsam einen NT-Brief und arbeiten uns vor bis zur Probe-Kurzpredigt. Auf diese Weise entsteht – so ganz nebenbei – Rohmaterial, das irgendwann – wenn Gott es will – zu neuem Kursmaterial weiterentwickelt werden kann.

rigatio: Welche Erfahrungen macht ihr damit?

L.J.: Kurse sind wertvolle Werkzeuge. Ein Werkzeug ist nur so wertvoll, wie das Geschick des Arbeiters, der es in die Hand nimmt. Will sagen, wir nutzen oder erstellen Werkzeuge, um in Beziehungen zu investieren. Wir nehmen uns Zeit füreinander und teilen – ein bisschen – Leben miteinander. Da wir alle zeitlich sehr eingespannt sind, konzentrieren wir uns darauf, langfristig kurze, aber intensive Zeiten des Bibelstudiums zu haben. Gemäß der Erkenntnis: Wer schnell viel erreichen will, erreicht oft nur wenig. Wer „im Schneckentempo“ ausdauernd läuft, erreicht erstaunlich viel.

rigatio: Dein Dienst geht über die örtliche Gemeinde hinaus. Was machst du noch? 

L.J.: Zusammen mit anderen Brüdern (www.gesunde-gemeinde.de) arbeiten wir daran, Männern zu helfen, wie sie ihre Leitungsaufgaben noch besser ausüben können. Viele Brüderstunden und Leitungskreise leiden unter Uneinigkeit. Oft ist man rückwärtsorientiert und überwiegend damit beschäftigt, Bestehendes zu verwalten. Wir wollen Impulse geben für ein Hirtenverständnis im Sinne von David, der seine Herde mit aufrichtigem Herzen und geschickter Hand leitete (Ps 78,72). Vorwärtsorientierte Gemeinden sind daran zu erkennen, dass sie sich mit den Themen Evangelisation, Gemeindegründung und Weltmission beschäftigen.

rigatio: Wie bringst du Familie, Gemeindedienst, Vortragstätigkeit im In- und Ausland … unter einen Hut?

L.J.: Ich glaub, da bin ich kein guter Ratgeber. Meine Frau und meine Kinder haben viel verzichten müssen. Manches hätte ich besser machen können. Was für meine Frau und mich vom ersten Tag unserer Beziehung wichtig war: Wir wollten Gott gemeinsam dienen. Das ist – dem Herrn sei Dank – bis heute so. Ich helfe ihr in ihrem Dienst unter Frauen. Sie hilft mir in meinem Dienst. Und jetzt, wo unsere Kinder erwachsen und aus dem Haus sind, können wir viele Dienste gemeinsam tun. Das schätzen wir sehr und es wird sehr dankbar angenommen.

rigatio: Gibt es ein neues Buch, an dem du gerade schreibst? Worum geht es darin?

L.J.: Es geht mir manches durch den Kopf. Ich überlege, wie ich Geschwistern und Gemeinden Material an die Hand geben könnte, das sie dahin führt, Bibelbücher fleißiger zu studieren. Als Einzelne brauchen wir mehr stilles Studieren in Gottes Wort. Und ich wünschte mir, dass unsere Bibelstunden und Predigten systematischer und relevanter würden. Gesunde Gemeinden erhalten ihre Inspiration und Bewegung aus Gottes Wort.

rigatio: Lothar, vielen Dank für das Interview. Wir wünschen dir Gottes Segen für deine vielfältigen Aufgaben und Dienste!

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