rigatio stellt sich vor – Ein Interview

Plötzlich führt man geistliche Gespräche

Interview mit Mirko Merten

von Eduard Klassen

NIMM UND LIES: Lieber Mirko Merten, wie lange gibt es die rigatio Stiftung gGmbH? Erzählen Sie uns etwas über die Gründung und vielleicht verraten Sie uns, wo der Name herkommt!

rigatio gibt es jetzt seit fast sechs Jahren. Es fing damit an, dass ein Unternehmer aus dem Siegerland einen evangelistischen Bibelkreis für seine Mitarbeiter anbot. Als Einzelne dadurch zum Glauben kamen und sich der Nutzen guter Kurse zeigte, sah der Unternehmer eine Aufgabe darin, solche Arbeitsbücher herzustellen und zu verbreiten. Der Name rigatio ist Lateinisch und bedeutet Bewässerung. Wie Pflanzen Wasser zum Wachsen brauchen, wächst auch der Glaube nicht ohne geistliche „Bewässerung“. Dabei sollen unsere Kurse helfen.

NIMM UND LIES: Wo oder wie haben Sie das Handwerkszeug eines Verlegers gelernt?

Ich habe zehn Jahre bei der Christlichen Verlagsgesellschaft in Dillenburg gearbeitet. Dabei konnte ich sowohl die Arbeit im Lektorat als auch die christliche Verlagslandschaft in Deutschland kennenlernen.

NIMM UND LIES: Wie sieht Ihr Verlagsprogramm aus? Wo liegen die Schwerpunkte?

Wir konzentrieren uns auf Bibelkurse und geben in den Rubriken Bibel, Praxis und Impuls – das sind kürzere Kurse – Arbeitsbücher heraus. Man kann die Kurse allein machen, aber den meisten Gewinn bringt es, wenn man sich zusätzlich in einer Gruppe über das Thema unterhält. Um das zu erleichtern, bieten wir Gruppenleitern auf unserer Webseite kostenloses Zusatzmaterial wie Gesprächsführer an. Das macht es einfacher, Gruppentreffen zu gestalten.

NIMM UND LIES: Zugespitzt gefragt: Reicht es denn nicht aus, am Sonntag eine gute Predigt zu hören?

Über eine gute Predigt am Sonntag freue ich mich, und doch brauche ich täglich geistliche Nahrung. Ich kann dazu meine Bibel lesen und darüber nachdenken. Ich kann aber außerdem ein Thema vertiefen und mich dabei durch einen Kurs anleiten lassen. Viele schätzen das für ihr Bibelstudium als ein wertvolles Hilfsmittel.

NIMM UND LIES: Wo könnte man Kurse im gesamten Gemeindebau-Komplex einordnen und einsetzen?

Die Möglichkeiten sind vielfältig: in Jugend-, Männer- und Frauengruppen, in Hauskreisen, zur Vor- oder Nachbereitung einer Evangelisation. Man kann sogar als ganze Gemeinde einen Kurs erarbeiten – Neu belebt von Ihm ist dafür z. B. sehr zu empfehlen. Jedes Gemeindeglied erledigt zu Hause die tägliche Kurseinheit, sonntags wird über das Wochenthema gepredigt, und in den Gruppen oder Hauskreisen vertieft man es anhand der Gesprächsfragen. Das kann sehr belebend auf alle Geschwister wirken: Plötzlich führt man geistliche Gespräche. Das wünscht man sich doch! Wenn jeder mitmacht, sind alle im Thema drin und können mitreden.

 

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NIMM UND LIES: Gibt es eigentlich ein biblisches Vorbild dafür?

In der Bibel finden wir Beispiele dafür, wie Menschen in der Nachfolge angeleitet werden; wir nennen das Jüngerschaft: Der Herr hat die Apostel angeleitet, Paulus seine Mitarbeiter. Ein Kurs kann die Funktion eines „Lehrers“ übernehmen, der mir in bestimmten Bereichen hilft, im Glauben und der Nachfolge zu wachsen. Außerdem ist ein Kurs ein gutes Werkzeug, das z. B. den Mentor in einer Zweierschaft dabei unterstützt, systematische Belehrung weiterzugeben. Viele sind für solches Material dankbar, da sie jüngere Christen gerne weiterbringen möchten, oft aber nicht wissen, wie man das macht. Das ist übrigens auch ideal, um junge Geschwister in der Gemeinde für die Mitarbeit fit zu machen.

NIMM UND LIES: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie über Neuerscheinungen? Wollen Sie auch verraten, was als Nächstes kommt?

Wir fragen uns, ob ein Kurs biblisch solide, das Thema relevant für die Nachfolge und für Gemeinden nützlich ist. Diese Kriterien treffen auch auf die kommenden Neuheiten zu. Da ist zum einen Die Bibel – Impuls, das neuen Gläubigen einen Überblick über die Bibel gibt. Außerdem Von Frau zu Frau, ein praktischer Kurs über biblisches Frausein.

NIMM UND LIES: Welches Buch im letzten Jahr war der Topptitel Ihres Verlags, und welches war eher eine Enttäuschung?

Ein Topptitel ist seit Langem der Read it!. Wir freuen uns, dass in diesem Jahr auch der Band zum Alten Testament erschienen ist. Für Jung und Alt ist das eine sehr gute Hilfe beim Bibellesen und hervorragend für die Stille Zeit. Wirkliche Enttäuschungen haben wir nicht. In unseren Kursen werden grundlegende Themen für Christen behandelt, und da sind phasenweise bestimmte Themen von größerem Interesse, z. B. geistliche Gaben oder Gottes Willen erkennen. Das geht dann wieder zurück und andere Themen treten hervor.

NIMM UND LIES: Welche Herausforderungen beschäftigen Sie als Verlag zurzeit?

Wir möchten eine stärkere Internetpräsenz und mehr „Bewegung“ auf unserer neuen Webseite. Deswegen werden wir in Zukunft dort regelmäßig interessante Artikel, Buchauszüge, Clips etc. veröffentlichen. Dadurch wollen wir zu mehr Beschäftigung mit geistlichen Themen  motivieren. Wie auch bei all unseren Kurs geht es im Grunde um den Griff zur Bibel.

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